9. bis 16. August 2006 in Berlin und Hamburg  08.08.2006
Das Fantasy Filmfest kommt zum großen Finale nach Berlin und Hamburg. Cinemaxx Potsdamer Platz (Berlin) und Cinemaxx Dammtor (Hamburg) werden in dieser Zeit zu Festivalkinos für jedwede Art des fantastischen Films, von Horror über Trash, Thriller und Science Fiction bis zu Suspense und Kurzfilmen.

Dürers Mutter  01.06.2006
Dürer bildete seine von Krankheit und Leben gezeichnete 63-jährige Mutter mit anatomischer Genauigkeit ab – so genau, dass im Ausstellungskatalog anhand des abgemagerten Gesichts, fehlender Muskeln und Fettreserven „Auszehrung (Kachexie) …, möglicherweise durch einen bösartigen Tumor verursacht“, diagnostiziert wird. Ungewöhnlich für das sechzehnte Jahrhundert war an diesem Porträt außerdem die würdevolle Darstellung eines alten Menschen im Allgemeinen und einer alten Frau im Besonderen.

Barock im Vatikan - Kunst und Kultur im Rom der Päpste  23.04.2006
Berlin ist schon lange ein weißer Fleck auf der Landkarte des internationalen Katholizismus. Zwar ist Berlin Bischofssitz und hat sogar einen eigenen Kardinal - den kennt aber niemand. Katholische Gottesdienste finden meist in Hinterzimmern heruntergekommener Eckkneipen in abgelegenen Bezirken statt. Nach vielen Jahrhunderten, in denen wir spirituell allein der evangelischen Kirche und anderen Splittergruppen ausgesetzt waren, nimmt der Vatikan nun endlich wieder seine Missionsarbeit bei uns auf. Seit dem 12. April läuft nun schon im Martin-Gropius-Bau die Aussstellung "Barock im Vatikan - Kunst und Kultur im Rom der Päpste".

Eine Lesung über den Umgang mit Staubsaugern  19.02.2006
Penis corruptus
Die Wissenschaft des vergangenen Jahrhunderts hat schier unglaubliches vollbracht, gelang es doch beispielsweise der Medizin, den früher als unheilbar geltenden Knochenmarkschwund infolge von geschlechtlicher Selbstbefriedigung auszurotten, so daß heutzutage jeder, der ein bißchen Spaß mit seinem Körper haben möchte, dabei aber auf das entsprechende menschliche Gegenstück verzichten will, ohne Furcht um seine Gesundheit dieser Leidenschaft frönen kann. Bei der Wahl eventueller Hilfsmittel zur Erlangung der Freuden sollte dagegen nicht allzu unbedacht vorgegangen werden, was bereits im Jahre 1978 ein promovierender Medizinstudent im Rahmen seiner Dissertation feststellte. Der Titel seiner Arbeit: "Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern".

Ausstellung und Salon Noir in der Neuen Nationalgalerie, 17.2. bis 7.5.06  17.02.2006
Melancholie ist nicht nur Leitmotiv und Motor gewisser dunkler Subkulturen, sondern auch der Künste und Kreativen schlechthin. Im Rahmen der Ausstellung „Melancholie. Genie und Wahnsinn in der Kunst“, welche seit dem 17. Februar und bis zum 7. Mai diesen Jahres in der Neuen Nationalgalerie zu sehen ist, möchte geklärt werden, inwieweit sich das „spirituelle Geheimnis der Entstehung der Kunst“ darstellen lässt.

Anmerkungen zum Gastspiel des "Teatro Oficina" in Berlin  09.02.2006
Provoziertes Theater
Um weiter leben zu können muss das Theater dem Film, dem Internet und interaktiven Computerspielen sein ureigenstes Mittel entgegen stellen. Und das ist immer noch die unmittelbare Kommunikation. Eine Kommunikation, zu deren vollständigem Ausbau das Theater vor seine Ausformung zur griechischen Tragödie, vor Aischylos zurückgehen muss. Zurück zur Dionysosfeier. Denn es war die konsequente Aufteilung der Orgie in Voyeure (Zuschauer) und Exhibitionisten (Schauspieler), die von der Tragödie bewerkstelligt wurde. Diese Aufteilung muss das Theater an den Film abgeben, ob es ihm gefällt oder nicht. Ein radikales Einreißen der „vierten Wand”, das Verschmelzen von Akteuren und Zuschauern zu Teilnehmern einer großen Feier hatten seit den 60er Jahren bereits Gruppen wie das „Living Theatre”, Hermann Nitzsch oder Peter Brook versucht. Im Folgenden soll über ein Theater berichtet werden, das diese Herausforderung aufgenommen und konsequent, erfolgreich sowie auf der Höhe seiner Zeit bewältigt hat.

 10.01.2006
Obwohl in ihrer Weltdeutung konkurrenzlos einleuchtend, blieb die Gnosis von Plünderungen durch den westlichen Esoterik-Markt weitgehend verschont, während Buddhismus, Hinduismus u.v.a. dran glauben müssen. Die Gnosis fehlt im spirituellen Discounter. Gnosis ist eine Subkultur für die Internationale der Verzweifelten.

Der gigantische Appetizer für einen Kultklassiker  06.01.2006
Nicht nur bezüglich Story, Zeit und Ort der Handlung, sondern bis in Einstellungen und Details orientiert sich Peter Jackson sehr exakt am 32er Erstling. Streckenweise wirkt der Film wie eine technisch aufgerüstete Kopie des Originals. Was war Jacksons Absicht? Keinesfalls möchte er sich mit der frühen Version anlegen. Im Gegenteil, er sieht seine neue Version als Appetizer für das Original!

Musik-Dokumentarfilm von Gerd Breiter & Piet Schmelz  02.10.2005
Eigentlich alles gar nicht mein Ding: Musik-Doks mit ihren üblicherweise grausam zappelnden Handkameras und hektischem Stakkato-Schnitt aus Satzfetzen und Songfragmenten; das zeitgemäße Loser-Genre ElektroPop und schließlich die aussichtslose Diskussion, ob man 60 Jahre nach Hitler wieder „Ich find Deutschland gut“ sagen darf. Aber bei diesem Film: Respekt! Ich bin in allen Punkten durchweg positiv überrascht worden!

Verfängliches aus dem Patriotismus-Sumpf  29.09.2005
Mit dem Slogan "Du bist Deutschland" malträtiert unsere selbsternannte Medienelite momentan Fernsehzuschauer, Kinogänger und Zeitungsleser.

Auf der Suche nach dem Sinn im Urnenland  20.09.2005
Der Herr der Dinge
Weit entfernt vom Siegesrausch eine kleine Wahlanalyse, die ebenso fern der allgemeinen Medienstimmung ist, wie der Kanzler vermeintlich am Wahlabend der Realität war.

oder Der tiefere Sinn eines jeden Films  18.09.2005
Digitale Theologie
„Weißt du eigentlich, was der tiefere Sinn eines jeden Films ist?", fragt der melancholische Regisseur seine Hauptdarstellerin in dem Film „La femme publique" (1984). Die Antwort gibt er selbst: „Er soll die Erinnerung an unsere Toten bewahren. Es ist das einzige Mittel, das wir erfunden haben, damit unsere Toten weiterleben. Marilyn ist tot, Gabin, Jaubert, Vivien Leigh, Raimu und - ich."

25 Positionen zeitgenössischer Kunst zum Phänomen Tod im Palast der Republik  18.09.2005
In ein todgeweihtes Gebäude, das den Untergang einer gesamten Epoche repräsentiert und seit der Asbest-Therapie nur noch als Gerippe vor sich hinvegetiert, ist nach dem Berg-Projekt nun endgültig der Tod eingezogen.

 15.09.2005
Unser Titelcover haben wir in dieser Ausgabe einem jungen Künstler aus dem Friedrichshainer Kiez gewidmet. Dem einen oder anderen von Euch werden seine Werke eventuell schon bei einem Sonntagsspaziergang über den Markt auf dem Boxhagener Platz aufgefallen sein.

Auschecken, bitteschön.  30.08.2005
Hotel Tokio
Die sicherlich schon seit Kindergartenzeiten, also noch nicht sehr lange, befreundeten Geradeso-Teens von der ebenso sicherlich wieder verschwinden werdenen Band Tokio Hotel beteenpoppen eine großräumige Luftzirkulation der unteren Troposphäre im Gebiet der Tropen und Subtropen, weiß ich nach meinem kurzen Wikipedia-Besuch. Wissen die das eigentlich auch?





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